Mai 01 2008

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Thomas Brill

Das Dilemma des Freizeitmalers

Abgelegt unter Ist das Kunst?

Das Dilemma des Freizeitmalers und das Getriebensein des Künstlers

“Inaktiv zu sein ist sicher einer der sichersten Wege,
kein Künstler zu sein.”

(hat bestimmt irgendjemand mal gesagt, oder? – wenn nicht, dann ich jetzt grad). Banal im ersten Moment und immer noch wahr im zweiten. Noch kein Jahr verging, in dem ich Weiterlesen »

Mai 01 2008

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Thomas Brill

Ausstellungen / Kunst-Marketing

Der Weg zu einer Ausstellung, Investitionsbereitschaft und Kunst im Marketing

Im Netz gelingt es auf den ersten Blick kaum, professionelle Künstler von nebenberuflichen oder Hobby- Künstlern zu unterscheiden. Das Internet erhöht so auch die Chance für jeden, von potentiellen Ausstellern besucht zu werden. Tür an Tür surft der oder die Kunstinteressierte von einem Angebot zum nächsten. Er oder sie ist aufgefordert, die Qualität des Gezeigten selbst zu beurteilen. Will man nicht die selbst empfundene bzw. eingeschätzte Qualität des Gesehenen allein als Indiz für das Niveau des Künstlers oder der Künstlerin annehmen, orientiert man sich wohl zunächst am besten in der Vita und in der Ausstellungsübersicht nach dem Grad der Professionalität des/der Kunstzeigenden.

Bei mir zum Beispiel entdeckt man dort schnell, dass ich Kunst nicht studiert habe, bei keinem anderen Künstler in der Lehre war und noch einem anderen Beruf nachgehe. Das Fehlen von Kunstmessen und Galerie-Terminen in meiner Ausstellungsliste lässt daneben darauf schließen, dass die Qualität meiner Werke nicht ausreichend ist, eine entsprechende Teilnahme bzw. Ausstellung zu organisieren.

Wirklich? Nein, ganz so einfach, wie ich immer dachte, scheint es nicht so sein.

Das Fehlen entsprechender Punkte in der Vita und in der Ausstellungsliste ist nicht automatisch ein Indiz für die Qualität des Geschaffenen, sondern kann (vielleicht neben mehreren anderen) auch zwei andere Gründe außerhalb der Kunstqualität haben:

  • Investitionsbereitschaft der/des Kunstschaffenden
  • Bereitschaft, eigentümliche Erwartungen der Aussteller zu billigen.
  • Die Investitionsbereitschaft…

        … der/des Kunstschaffenden ist gefragt, wenn es um Ausstellungen in Galerien und Messen geht. In diesem Bereich scheint der Glaube, ein (das Kunstgeschäft erst angehender) Künstler werde von Galerie entdeckt und gefördert, eher ein Irrglaube zu sein. Will man die erste Schritte in die Ausstellungen und Messen der Profilieger machen, scheint in aller Regel das übliche Geschäftsdenken – erst investieren, später verdienen – insoweit zu greifen, dass die Kunst allein nicht Investition genug ist, sondern dass Bares gefragt ist, damit eine Galerie Werke zeigt.

        Entsprechende Angebote, gegen entsprechende Honorierung (Ausstellungsbeteiligung) Ausstellungen zu organisieren, erreichten mich dieses Jahr auch erstmals von normalen deutschen Galerien mit festem Ausstellungssitz. Zuvor erhielt ich solche Offerten nur von zweifelhaften Internet-Dienstleistern, die in weit entfernten, wohl klingenden Städten große Vernissagen versprachen.

        Gerade bei letzteren ist es nicht einfach, Bauernfänger oder besser: “Freizeit-Maler-mit-Hybrisanfällen-Fänger” von rechtschaffenen Angeboten zu unterscheiden. Mit dem Stolz mancher Freizeitkünstler und Freizeitkünstlerinnen lässt sich auf diesem Weg sicher Geld verdienen – und zwar womöglich auch so, dass der/die Kunstschaffende wenig davon hat.

        In der newsgroup de.rec.kunst.misc wurde dieses Problem bereits ambivalent diskutiert. Einmal in die Richtung, dass man diesen Ködern nicht folgen soll, aber andererseits auch, dass es nun mal so läuft und dass es wie in jedem Geschäft zu Investitionen kommt.

        So bringt ein Vergleich von Ausstellungslisten sicher nicht allein eventuelle Qualitätsunterschiede zu Tage, sondern auch die Unterschiede zwischen Kunstschaffenden mit ausreichend Geld und Investitionsbereitschaft und eben solchen, die aus verschiedenen Gründen zu den entsprechenden Investitionenen nicht bereit sind. Mir scheint, dass manch einer Galeriepräsentation deswegen zuweilen weniger Bedeutung beizumessen ist als es früher für mich den Anschein hatte.

    Die Bereitschaft, eigentümliche Erwartungen der Aussteller zu billigen…

        …war die zweite oben erwähnte (von Qualitätsunterschieden unabhängige) Ursache für das Vorhandensein oder das Fehlen von Ausstellungsgigs. Was meint “eigentümliche Erwartungen der Aussteller”?

        Gerade Kunstschaffende am Anfang der Karriere oder aus dem nicht-professionellen Bereich greifen zum Präsentieren ihrer Kunst auf Möglichkeiten zurück, die Firmen und öffentliche Einrichtungen anbieten. So bieten zum Beispiel Banken, Sparkassen, Hotels und größere Firmen aus Marketingaspekten (in der Regel regional) Ausstellungsmöglichkleiten an. (Größere Firmen und Einrichtungen vergeben aus den gleichen Marketinggründen Stipendien oder veranstalten Wettbewerbe, wie sie in Kunstzeitschriften oder auf www.kunstundkarriere.de www.kunstundkarriere.de veröffentlicht werden.)

        Der normale Deal scheint einfach: die Firma/die Bank usw. bringt sich durch das anstehende Kulturereignis positiv ins Gespräch und in die Presse. Das durch diese Aktion entstehende Etikett der Kunst-/Kulturförderung schmückt und dient einer gewissen Selbstdarstellung. Daneben bietet es Kunden und potentiellen Neukunden ein besonderes Ereignis und bringt nebenbei oftmals eine Aufwertung weißer Wände mit sich. Im Gegenzug bietet der Veranstalter dem Künstler oder der Künstlerin mit einer besonderen Veranstaltung mit der Kunst als Mittelpunkt (oft eine Vernissage) ein Forum, seine Arbeiten zu präsentieren und zu verkaufen. Dieser Deal geht nach meinen Erfahrungen und Berichten anderer Künstlerinnen und Künstler zu allermeist glatt auf.

        Durch eine negative Erfahrung wurde mir in diesem Herbst klar, dass der Künstler und die Künstlerin sich nicht blind auf Einhalten dieses Deals verlassen kann. So sagte die Unilog Integrata AG (Standort Frankfurt) eine geplante und von mir längst vorbereite Vernissage ab, weil sich nicht genügend ihrer Kunden angemeldet hatte. Mir wurde nicht ermöglicht, meine Kunstinteressierten in ausreichender Zahl einzuladen. Im Glauben, die Firma könne ein entsprechendes Forum bieten, ließ ich mich weiterhin auf den Deal ein. Aber als die Anzahl ihrer Kunden zu gering wurden, spielten meine Kunden und mein Vorbereitungsaufwand keine Rolle mehr. Der vermutete partnerschaftliche Deal ist demnach nur ein scheinbarer gewesen.

    Beachtenswerte Punkte bei der Vorbereitung einer Ausstellung:

    Nimmt man an, dass es noch andere Aussteller gibt, die Ausstellungsvorbereitungen nicht wirklich partnerschaftlich, sondern vielmehr einseitig angehen, sollte sich die Künstlerin und der Künstler durch die Bachtung einiger Punkte vor einem Crash schützen.

    Ich könnte mir vorstellen, eine Liste mit wichtigen Details könnte hilfreich sein, potentielle Ausstellungsorganisatoren einzuschätzen. Diese Liste kann sicher je nach Anspruch und Fortschritt in der “künstlerischen Karriere” ausgeweitet werden und wird im Einzelfall sicher individuell veränderbar bleiben.

    Ich versuche heute mal eine “Minimalliste” für den Normalfall einer solchen partnerschaftlichen Ausstellungsform bei öffentlichen Einrichtungen, Banken oder Firmen zu skizzieren (nicht angesprochen sind somit Messen, Galerie-Ausstellungen oder von dem/der Kunstschaffenden selbst organisierte Ausstellungen) :

    • grobe Arbeitsteilung: Der Veranstalter der Ausstellung ist im beschriebenen Fall die Bank, die öffentliche Einrichtung oder eine Firma, nicht der Künstler oder die Künstlerin. Das heißt in der Regel, dass die Organisatoren Räume und Aufhängsysteme (kostenlos) stellen, Einladungen erstellen, drucken (lassen), versenden und die Hauptveranstaltung(en) organisieren (mit Personal, eventuell Catering, eventuellen Programmpunkten und Finanzierung).
      Die Künstlerin oder der Künstler bringt seine Werke ein und sich. Sie/er liefert alle zur Organisation notwendigen Vorbereitungen: genügend, eventuell auf Passung abgesprochene (Bäh!), attraktive Werke, Rahmungen, Vorlagen für Einladungen, Biografie und ähnliches, Transport (kann später in der Laufbahn mal übertragen werden), Beratung und Hauptarbeit bei der Platzierung der Werke,…
    • Publikum? Es reicht nicht aus, bei einer Ausstellung ausschließlich auf das Kunstinteresse des Publikumsverkehr zu hoffen. Daher bieten die Aussteller der Künstlerin oder dem Künstler eine Möglichkeit einer eigens für/wegen die Kunst organisierte Veranstaltung, in der primär ihre/seine Kunst im Mittelpunkt steht (Vernissage, Finissage, andere Events). Dabei kommen sowohl Gäste des Veranstalters als auch Gäste des Künstlers oder der Künstlerin.
    • noch Fragen? Der Veranstalter klärt frühzeitig auftauchende Fragen der Künstlerin/ dem Künstler (halbes bis ganzes Jahr vielleicht) direkt mit dem Entscheider und ist bereit, alle Datailfragen zu klären.
    • Einladungen? Diese ergehen entweder öffentlich oder/und in sehr großer Zahl (ab 50, mit mehr Ausstellungserfahrung wesentlich mehr). Nach Adressangaben durch den Künstler/ der Künstlerin laden die Veranstalter auch die Kunstinteressenten aus dem Kreis der/des Kunstschaffenden ein (nach Möglichkeit ohne Limit, mindestens zu gleichen Teilen). Es wird gemeinschaftlich geklärt, was bei zu wenigen Anmeldungen geschieht und wie viele Rückmeldungen zu wenig sind.
    • Presse?Der Veranstalter lädt zur Hauptveranstaltung die (regionale) Presse ein.
    • Kosten/Provision ? Außerhalb der Herstellung und des Transports der Ausstellungsobjekte trägt der Veranstalter sämtliche Kosten und in der Regel muss sich der Künstler oder die Künstlerin bei diesen partnerschaftlichen “Marketingausstellungen” nicht finanziell an den Veranstaltungen beteiligen. Er/sie bezahlt in der Regel keine Provision oder Prozente an die Aussteller in vorliegender Art.
    • Versicherung der Werke? Der Veranstalter versichert die Ausstellungsobjekte in von dem/der Kunstschaffenden angegebenen Höhe. (!)
    • Der Veranstalter ermöglicht außerhalb der Hauptveranstaltung(en) über die gesamte Ausstellungszeit regelmäßigen öffentlichen Zugang zur Ausstellung.

    Ich denke, dass bei Fehlen einer dieser Punkte durchaus Zweifel an der ausgeglichen zweiseitigen, partnerschaftlichen Sichtweise einer Ausstellung angemeldet werden können. Überwiegend habe ich positive Erfahrungen machen dürfen. Dasselbe wünsche ich Ihnen!

    Thomas Brill

    Mai 01 2008

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    Thomas Brill

    Sommer 2003: Kunst im Netz

    Abgelegt unter kunst im netz

    Websiten über Kunst. Schaut man sich ausschließlich in diesem Sektor des www um, könnte man meinen, das Netz ist überhäuft und ausgefüllt mit Kunstseiten, und man verliert im Umhersurfen zwischen all diesen Präsentationen der Ergebnisse der Kunst-Schaff-Versuche womöglich schnell die Vergleichspunkte, denn die Kunst führt in den Interessen der allgemeinen Surfgewohnheiten im Vergleich zu Seiten über Erotik, Computer, Reisen oder anderes deutlich ein Schattendasein. In den Rubriken der großen Kataloge wie yahoo oder web.de ist Kunst über den Bereich Kultur zwar zu finden, aber natürlich sind die Bildgalerien nicht die Attraktionen der ersten Reihe. Die Besucher der zahlreichen Kunstseiten müssen Kunst sehen wollen, wenn sie sich zu den Kunstseiten verirren. Daher sind diese Besucher nach meinen Erfahrungen zu allermeist erst einmal richtig Interessierte, zumeist sogar selbst Kunstschaffende und unter diesen wiederum vor allem diejenigen, die selbst einen Internetauftritt starten wollen oder betreiben.

    So scheinen mir allzu oft die Zähler der Kunstseiten in erster Linie die Macher dieser Kunstseiten untereinander zu zählen.

    Auch Umfragen wie die von Ulrich Bucher (www.kunstplattform.de) lässt die Vermutung zu, dass viele Kunst-homepage in erster Linie der Kontaktaufnahme wegen initiiert werden. Allerdings bleiben auf der anderen Seite potentielle Käufer oder Interessenten häufiger außen vor als viele Kunstschaffende vor Errichtung ihrer Webpräsenz erhoffen.

    Nichtsdestotrotz wächst die Anzahl der Kunstseiten ungemein und einen wirklichen Überblick – selbst nur im deutschsprachigen Raum – ist unmöglich zu geben, da gerade Hobbykünstler und junge Künstler und Künstlerinnen das Internet als Ausstellungsmöglichkeit nutzen – und eben diese Gruppe ist ungleich größer als die der professionelle Künstler. Mit wenigen Kenntnissen oder Freunden ist eine virtuelle Galerie zu Spottpreisen und kurzer Zeit mit oft beeindruckender Wirkung gebaut. Und dies alles ohne Mappe, ohne große Investitionen, ohne künstlerische Ausdauer, ohne erfahrende Anerkennung, bestandene Prüfungen oder Ausstellungserfolge. Somit gehört zumindest quantitativ der Kunstraum des Netzes klar den nicht-professionellen Künstlern.

    Erst in den letzten drei Jahren haben die anerkannten Galerien, Berufstkünstler und ihre Vertreter es nachgeholt, ihre Werke im Netz zu zeigen. Auch Rauch, Bach oder Kippenberger, auch alle größeren Museen und alle größeren Ausstellungen haben zwischenzeitlich ihren Internetauftritt.

    Es bleibt für mich nun aber verblüffend, wie nahe im Internet Hobby, Leidenschaft, Anfänger, Genies und andere nebeneinander stehen und an sich im Bereich der Kunst alte Kunstmarkt-Gewohnheiten aufweichen könnten. Denn es gibt keine Vernissage-Einladungen, keine Galerien mit prunkvollen schweren Türen, die man nur mit Achtung durchschreiten kann. Außerhalb der Websiten sind die Türen der angesehenen Galerie auf der teuren Großstadtverkaufsmeile und die Wohnungstür der Freizeitmalerin weitaus weiter auseinander.

    Weniger verblüffend ist aber, dass jene alte Kunstmarkt-Gewohnheiten durch dieses Nebeneinander eben nicht aufgeweicht werden, was die geringe Bedeutung der Webpräsentation bezüglich des Erfolges auf dem Kunstmarkt hervorhebt.

    Immer noch wird diese Bedeutung aber überschätzt. So verwehren zum Beispiel kommerzielle Netz-Galerienseiten (auf Wunsch der bereits aufgenommenen Berufskünstlern) den Künstlern, bei den Kunst nicht der Haupterwerb darstellt, die Aufnahme. Darin ließe sich durchaus eine Sorge jener Berufskünstler erkennen, dass der normale Kunstinteressierte Probleme hat, die Qualitätsunterschiede zu erkennen. Durchaus vermag das angesprochene Nebeneinander sicher auch dem einen oder anderen HobbyKunstSchaffenden die Unterschiede zu professionellen und anspruchsvollen Kunstschaffenden zu verwischen und das eigene Arbeiten zu überschätzen. Genau darauf zielen einige internationale und nationale Galerien, Webdesigner und Verlage, die für mehrere Tausend Euro Künstlerbeteiligungen “ihren Entdeckungen” Ausstellungen bzw. Veröffentlichungen offerieren.

    Letztlich fällt die Entscheidung über künstlerischen Erfolg – wird er denn überhaupt an der (kaufenden) Reaktion anderer gemessen – außerhalb des Internets. Das Internet dient als Katalog, als Visitenkarte mit Anlage, allenfalls noch als zusätzliches Indiz für den Gestaltungswillen und das Gestaltungskönnen des Künstlers oder der Künstlerin. Mehr aber nicht. Daher lassen Sie uns diese fantastische Möglichkeiten des Austausches nutzen, aber die Euphorien der Anfangszeit des Internetbooms endlich ablegen. Ich für meinen Teil spüre auch deutlich, wie das Internet und die Gestaltung meiner Homepage mir Zeit an Pinsel und Leinwand nimmt….und verabschiede mich daher für dieses Mal…..

    Mai 01 2008

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    Thomas Brill

    Winter 01/02: Kunst im Netz

    Abgelegt unter kunst im netz

    Die Internetbranche wird eingeholt vom Realismus und die Ernüchterung greift um sich bis in die kleine Nische Kunst im internet: viele ehemals ambitionierte Kunst-Seiten und Galerien (wie vernissage24.de, artestudio.de, interartnet.de oder art-on-web.de) haben bereits aufgegeben, andere entschließen sich, ihre zuvor kostenlosen Ausstellungsmöglichkeiten nur noch gegen Geld zu vergeben, wieder andere müssen die Arbeit ehemals toller Ausstellungsflächen aufs Minimalste wie Linklisten reduzieren(z.B. www.silverrain.de).

    Schließlich gibt es Ausstellungsmöglichkeiten oder gar Verlinkung in den neu dazu gekommenen Seiten nur gegen Geld und mich überrascht die offenbar große Zahl von Künstlern, die sich da bei neuen Seiten anmelden, ohne zu wissen, ob der Besucherstrom denn wirklich auf diesem start-up zu finden sein wird.

    Von den Start-ups gibt es aber jede Menge! Eine unüberschaubare Zahl von Hobbykünstlern und Künstlern überschwemmt da das Internet. Sagte ich oben kleine Nische Kunst im internet? Gemeint war das im Vergleich zu den Sex-Seiten und IT-Produkt-Seiten. Und es bezieht sich natürlich auf die Besucherströme: im internet scheint mir das Zeigen von Kunst mehr ein kreativer Akt als ein real existierendes Geschaut-Werden, d.h. es werden mehr Seiten von Künstlern mit Kunst gefüllt als Besucher in diese virtuelle Museen strömen.

    Bleibt zu hoffen, dass das Netzwerk unter den Ateliers Fortbestand hat und so das internet einer tatsächlichen Verknüpfung dient, verschiedene Kunstprojekte wie www.braintown.de lassen Möglichkeiten erkennen….
    Vielleicht ist es aber auch so, dass van Gogh ganz was anderes gemalt hätte, hätte er die Bilder seiner Zeitgenossen gekannt. Vielleicht mag es interessant sein sich zu fragen, wie sich die allzeitige Sichtung so vieler anderer Dinge auf Egoisten und Eigenbrödlern (und die braucht neue Kunst) auswirkt.

    Mai 01 2008

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    Sommer 2000: Kunst im Netz

    Abgelegt unter kunst im netz

    Weiter und weiter geht es mit den Neueröffnungen der Kunstseiten: ein Überblick ist vollkommen unmöglich. Ernüchterung mach sich allerdings breit in Sachen Kunstverkauf per internet: kaum eine virtuelle Galerie, die hier zu Jubeltönen aufsteigt. Bleibt die Freude am Betrachten und an den hervorragenden Kontaktmöglichkeiten. Vor zwei monaten schrieb ich:

    Kunst macht sich richtig breit im internet:
    Auf das Stichwort Kunst gibt’s z.B. allein im Verzeichnis yahoo (keine Suchmaschine mit allen möglichen, auch themenfremden Treffern) ca. 266 Kategorien und über 2000 direkte Sites (10.1.2000), von denen viele jeweils einzelne Künstler zeigen.

    Virtuelle Galerien schießen aus dem Boden, die das Publikumsverlangen und Öffentlichkeitsverlangen der Kunstschaffenden dazu nutzen, ihnen günstig Homepage-Teile zu designen und zu verwalten – entweder gegen eine Gebühr oder gegen Prozente am verkauf der Werke.

    Daneben gibt es auch vermehrt Seiten, die zu Werbezwecken (neben Ihrem Angebot an Webspace für Firmen oder Webgestaltung) Werke von Künstlern kostenlos ausstellen oder linklisten / Suchfunktionen in Sachen Kunst als Lockmittel in ihrem Webangebot aufgenommen haben: auch das sollten wir Künstler fleißig nutzen.

    Schließlich bilden sich Künstler zu Gemeinschaften wie dem Kunstring oder engagierte Künstler bieten Kollegen Ausstellungsmöglichkeiten und Betreuung. So sind ambitionierte Projekte mit Foren, Infos usw. im Werden, die auf Unterstützung von Künstlern und Kunstinteressierten angewiesen sind.

    Was im Augenblick fehlt, sind sicherlich eine deutsche Kunst-Suchmaschine bzgl. Bildende Kunst oder Malerei und Übersichten über das reiche Angebot an Kunst-Seiten. Denn das Problem ist einfach: Nach Angaben der Hilfe- und About-Texte der großen Suchmaschinen besuchen diese die Seiten natürlich vorrangig nach textuellen Inhalten, entweder nach den meta-Tags im Kopf der Homepage oder noch lieber nach tatsächlich vorhandenem Text auf den Unterseiten der Internetpräsentation. Dabei werden in der Regel nicht die Anzahl oder gar in irgendweiner Art und Weise Bilder untersucht.

    Je nach Textbewertung stellen die Suchmaschinen auch das ranking der Seiten auf. So finden sich auch unter den ersten Treffern auf Kunst oder Malerei oder abstrakt eher Uniseiten als Seiten mit Kunstwerken: ein deutliches Manko, finde ich. Die zahlreichen Suchhilfen und linklisten sind erste Ansätze Kunstsuchenden zu helfen, aber es fehlt noch eine richtig groß angelegte Maschine, die einen Überblick üner Kunst -nach Rubriken eingeteilt- anbieten kann.

    Leider kann ich das auch nicht bieten. Aber ich habe mich um Rubriken bemüht, die das eigene Interesse schneller findig werden lassen. Und die Kommentare dienen zur Orientierung: so weiß man schon mal grob, was einen nach dem link erwartet!

    Mai 01 2008

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    Thomas Brill

    Online-Sammlungen

    Abgelegt unter Links

    Bitte machen Sie sich bewusst: mit Klick der folgenden Verknüpfungen verlassen Sie brill-art.de….

    • www.zeigdeinekunst.de
    • Ein von drei Galeristen aufgebautes Künstlerportal, das einigen Komfort bringt und als Kontaktbörse dienen kann. Zudem wird monatlich ein Förderpreis ausgelobt.
      (kostenlos, übersichtlich, komfortabel)

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    • www.kunstbasar.de
    • Breites Linkverzeichnis mit deutschsprachigen Künstlern, mittlerweile mit Blog-Software eingerichtet
      (kostenlos, übersichtlich)

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    • www.menschkunst.de
    • Ursprünglich ein ambitioniertes Projekt von Informatikern (z.B. Michael Koschinski), die unbekannten Künstlern Ausstellungsmöglichkeiten im Netz bieten. Heute ist Menschkunst 2.0 ein Verein. Es werden nur Werke von Mitgliedern ausgestellt (Mitgliedschaft derzeit 30 € im Jahr; oder Anerkennung als Ehrenmitglied).
      (Mitgliedschaft vorausgesetzt; große Austauschmöglichkeiten unter den Mitgliedern)

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    • www.jungkunst.de
    • Eine gut programmierte Plattform für junge Künstler, die ansprechenden Rahmen zur Ausstellung ihrer Bilder finden. Vorbeischauen lohnt.
      (kostenlos)

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    • www.kunstgemeinde.de
    • Eine Anlaufstelle für Kunstinteressierte und Künstler bietet diese übersichtlich und informativ gestaltete Seite, die von Juán Cárlos López-Nicklaus betreut wird. Sie bietet Seiteneintrag, Mitgliederbereich, Forum, breite Literaturübersicht und News von kunstmarkt.com.
      (kostenlos)

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    • www.designtempel.de
    • Christian Stumpe bietet ein informatives Museen-, Galerien und Künstlerverzeichnis
      auf, das in vielen Rubriken entsprechende Links auflistet. Übersichtlich und schnörkellos.
      (kostenlos)

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    • www.fantasy-picture.de
    • Eine unglaublich große Sammlung an KünstlerInnen und ihren Bildern hat Thomas Wilkering mit einigem Fleiß zusammengetragen und er nimmt auch weiterhin Künstler auf. Die Seite ist gut betreut, die Navigation zu den dtspr. Künstlern ist etwas umständlich, aber bei thematisch passenden Bilder sollte man sich unbedingt bei Thomas melden, um seine Sammlung auszubauen.
      (kostenlos)

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    • www.apiecha.de
    • Ein Medienkünstler und Philosoph, der mit seinem Projekt www.apiecha.de ein “nonkommerzielles Forum für Kunst und Kultur bietet” ist Alexander Piecha. In wechselnden Ausstellungen gibt er ausgewählten, sehenswerten Künstlern die Möglichkeit, kostenlos und bei Verkauf provisionsfrei ihre Werke zu zeigen.

      (bedingte Aufnahme, kostenlos)

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    • www.imagesofeyes.com
    • Die von Gene Cooley gut betreute Seite in Amerika stellt eine interessante Auswahl von über 40 Künstlern vor, die nur eine Sache verbindet: images of eyes: Augen spielen eine besondere Rolle in den sehenswerten Bildern aus vielen Kulturen der Welt. Sehenswert!
      (bedingte Aufnahme, kostenlos)

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    • www.kunstring.de
    • (ehemals: www.galerienring.de)! Sehr praktische Surfseite mit ausgewählten Inhalten (Malerei und hochwertige Fotografie): kleine Bilder geben einen ersten Eindruck der Werke des Künstlers, der link führt zu einer Auswahl an Werken (mit Surfmöglchkeit zur Seite des Künstlers)
      (eingeschränkte, bedingte Aufnahme, kostenlos)

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    • www.kulturserver.de
    • Hier entsteht eine online-community von Künstlern, die sich leicht vier Seiten bauen können, eine web-email bekommen und per regionaler Zuordnung Austausch mit Kulturschaffenden finden können, wenn genügend Leute Mitglieder werden. Das Projekt entstand mit Hilfe des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, dem Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim und dem Ponton European Media Art Lab.
      (kostenlos, mitmachen!)

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    • www.kuenstlernetz.de
    • Dieses Forum fuer Kuenstler (auch Darstellende Kunst, Musik usw.) geschaffene Forum stellt wenige Künstler ausführlich dar und bietet zudem “free-links” mit vielen Katgorien und alphabetisch geordnet (newsletter).

      (ausgewählte Künstler, Linkliste kostenlos)

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    Mai 01 2008

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    Thomas Brill

    Sommer 2001: Kunst im Netz

    Abgelegt unter kunst im netz

    Das Netz wächst und wächst und damit auch die Anzahl der Seiten, die sich mit Kunst beschäftigen: Selbst in diesem begrenzten Themengebiet gibt es keine (!) Seite oder Suchmaschine mehr, die alle entsprechenden Seiten aufstöbern könnte, selbst wenn man sich wie ich in erster Linie auf den deutschsprachigen und Malerei-Bereich begrenzt.

    Eine solche Linkseite wie die vorliegende ist also immer eine höchst subjektive. Außerdem ist die Auswahl von vielen links abhängig, wohin mich zum Beispiel Suchmaschinen oder Weitersurfen brachten.

    Neben dieser unüberschaubaren Fülle an Seiten, auf denen Hobby-, Leidenschafts- und Profikünstler ihre Bilder zeigen sollte man sich eines vor Augen halten: die als anerkannt geltenden bzw. hoch angesehenen oder erfolgreichen lebenden Maler unserer Zeit (wie ich sie z.B. in einer Kunstnewsgroup erfragte: z.B. Richter, Immendorf, Tapies und andere) sind im internet mit ihren Werken kaum zu finden!!! Ich arbeite weiter daran, diesen Künstlern eine eigene Rubrik einzurichten, was bisher am Mangel entsprechender Seiten scheiterte.

    Allenfalls zeigt mal ein Museum oder eine Galerie ein Werk, aber ansonsten sind im Gegensatz zu Künstlern früherer Epochen die aktuellen Führenden so gut wie nicht zu finden.

    Lassen Sie sich also von großen Webauftritten und hohen Preisen nicht täuschen, entscheiden Sie selbst gerne nach Geschmack, aber interpretieren Sie in einen Wahnsinns-Web-Auftritt nicht zuviel, was in Sachen Kunst zu sagen wäre.

    Mai 01 2008

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    Thomas Brill

    Künstler-Bedarf

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    .Bitte machen Sie sich bewusst: mit Klick der folgenden Verknüpfungen verlassen Sie brill-art.de….

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    • www.babelcreate.de
    • Der familiengeführte Betrieb ist Spezialist in der Pinselherstellung. Neben günstigen Bestellmöglichkeiten gibt es Tipps zur Pinselpflege und Wandgestaltungen.

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    • www.boesner.com
    • Oft genannter Großhandel für Künstlerbedarf. Aufwendig und modern gestaltet. Beliebt unter Künstlern, seit 82, mit einem Touch von “Künstler für Künstler”.

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    • www.gerstaecker.de/
    • Ein Klassiker im normalen Versandhandel und in der Versorgung von Schulen, mittlerweile bietet der internet-Ableger auch einen shop oder aber man lässt sich den dicken Katalog schicken …

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    • www.kremer-pigmente.de
    • renommierter Pigment-Handel mit langjähriger Erfahrung, die nüchtern gestaltete Seiten bieten Ratschläge und Rezepte rund um die eigene Herstellung, hier findet man bei speziellen Problemen als Restaurator oder ähnliches kompetente Beratung

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    Haftungshinweis:

    Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

    Hintergrund / Erläuterung: Durch die Verknüpfungen in diesem Kunst-Links-Portal kommen Sie zu Seiten außerhalb der von mir betreuten Seite www.brill-art.de. Ich habe keinen Einfluss auf diese Seiten!

    Beim Setzen der Links hatte ich zwar die fremden Inhalte überprüft und für zivilrechtlich und strafrechtlich unbedenklich eingestuft. Ich überprüfe aber diese Inhalte nicht ständig auf Veränderungen. Zudem könnten diese Seiten Werbung beinhalten bzw. nachträglich einfügen.

    Bitte machen Sie sich dies beim Verlassen meiner Seiten bewusst und lassen Sie es mich wissen, wenn Sie einen mittlerweile bedenklichen Inhalt unter den von mir zu einem früheren Zeitpunkt verlinkten Seiten entdecken: ich werde den Link dann prüfen und bei Bedenklichkeit des Inhaltes sofort löschen.

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